Bei der stromerzeugenden Heizung entsteht durch die Verbrennung von Erdgas gleichzeitig Wärme und mechanische Energie. Diese Energie treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. Die bei der Erdgasverbrennung erzeugte Prozesswärme deckt teilweise den Heizwärmebedarf und dient der Warmwasserbereitung.
Den Antrieb für die KWK-Anlagen liefert ein interner oder ein externer Verbrennungsmotor (Otto-Motor, Stirling-Motor oder Dampfexpansionsmaschine).
Mikro-KWK-Anlagen liefern in Privathaushalten neben Strom auch einen Großteil der Energie für Heizung und Warmwasser. Hier liegt ein großes Potenzial, um den Energieverbrauch und damit die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen zu senken.
30 Prozent weniger Primärenergie
Mit einer umweltschonenden Heizung dieser Art sind rund 30 Prozent Einsparung an Primärenergie möglich. Je nach Anlagengröße kann eine Mikro-KWK-Anlage bis zu 100 Prozent des Wärmebedarfs im Haus decken. Da die Heizung zusätzlich Strom produziert, ist es möglich, den Strombezug aus dem öffentlichen Netz zu reduzieren und so die Energiekosten zu senken. Es entstehen so gut wie keine Transportverluste bei der Stromproduktion: Die Energie kommt dort zum Einsatz, wo sie entsteht.
Die Installation funktioniert wie bei herkömmlichen Heizsystemen. Daher eignen sich die Anlagen sehr gut als Ersatz für bestehende Heizungsanlagen.
Alle Vorteile auf einen Blick:
bis zu 90 Prozent Wirkungsgrad
Anstieg der Energieeffizienz durch gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme
durch die Nutzung des zuhause erzeugten Stroms lassen sich die Energiekosten senken
Installation und Platzbedarf wie bei herkömmlichen Heizsystemen
überschüssiger Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird, vergütet der Stromnetzbetreiber
KWK-Systeme mit Otto-Motor und Stirling-Motor im Vergleich
KWK-Systeme mit Otto-Motor
Der Arbeitszyklus des Otto-Motors + hoher Entwicklungsstand (seit über 100 Jahren eingesetzt) + vergleichsweise hohe elektrische Wirkungsgrade von circa 25 Prozent und
Gesamtwirkungsgrade von etwa 85 bis 90 Prozent
– Wartungskosten durch regelmäßige Ölwechsel – gegebenenfalls höhere Emissionen durch die interne Verbrennung
Der Arbeitszyklus des Stirling-Motors + geringe Emissionen + nahezu verschleißfreier Betrieb + dadurch reduzierte Wartungskosten + hohe thermische Wirkungsgrade + geringe Wärmeverluste + Gesamtwirkungsgrade von über 90 Prozent